KiezKalender

Willkommen beim KiezKalender!
Hier findest Du Termine rund um den Görli.

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Sep.
6
So.
30. Kiezrundgang
06.09. um 18:00 — 19:30 Uhr

Mit aktuellen Infos zur Berliner Crack-Studie, dem Stand der Klage vor dem Oberverwaltungsgericht und warum Zäune immer noch Quatsch sind.

Wrangel Ecke Falckenstein, 18 Uhr (Dauer ca. 90 Min., keine Anmeldung erforderlich)

Sep.
8
Di.
Wahlprüfsteine Görlitzer Park
08.09. um 19:30 — 21:30 Uhr

In Hinblick auf die Berliner Abgeordnetenhauswahl am 20. September 2026 haben wir der CDU, den Grünen, der Linken und der SPD ein paar Fragen in Bezug auf ihre Pläne zum Görlitzer Park gestellt und auch Antworten erhalten.
Zu dieser Veranstaltung haben wir Vetreter_innen der genannten Parteien eingeladen, um mit uns und euch gemeinsam über den (von der amtierenden CDU-SPD-Regierung beschlossenen) Zaun und die nächtliche Schließung des Görlitzer Parks sowie zukünftige Pläne und Konzepte – im Falle von Regierungsverantwortung – zu sprechen. Dabei soll es vorallem um bestehende soziale Konflikte und Bedürfnisse und Sorgen von Anwohner*innen gehen, aber auch die veröffentlichte Berliner Crack-Studie sowie (allgemeine) nachhaltige Lösungen für die Situation vor Ort thematisiert werden.

Zugesagt haben bisher Enad Altaweel (Grüne) und Karolin Behlert (Linke).

Die Veranstaltung findet am 08.09.2026 von 19:30 bis 21:30 Uhr im Kinderbauernhof im Görlitzer Park statt. Einlass ist ab 19:00 Uhr.

Sep.
10
Do.

#menschensindkeinmüll!

Gegen Verdrängung – für Solidarität!

Berlin verdrängt weiter. Nach einem besonders kalten Winter, den viele Menschen auf der Straße nur knapp oder nicht überlebt haben, reagiert die Stadt auf soziale Schieflagen mit Ordnungspolitik und noch mehr Repression:

Das Ordnungsamt und Sicherheitsdienste verdrängen Menschen aus den Bahnhöfen, dem ÖPNV, und dem öffentlichen Raum. Schlafplätze werden geräumt und defensive Architektur macht immer mehr geschützte Ecken unzugänglich.

Als wäre das nicht schon genug, werden auch noch Mittel für die Soziale Arbeit weggekürzt, der sinnlose Zaun um den Görlitzer Park frisst Gelder und die sogenannten kriminalitätsbelasteten Orte sollen zukünftig mit KI-gestützter Videoüberwachnung kontrolliert werden.

Mit dem Hashtag #menschensindkeinmüll halten wir dagegen. Wir fordern: Armut bekämpfen, nicht die von Armut betroffenen Menschen! Es braucht Wohnraum, echte Unterstützung und Respekt für alle -und ein sofortiges Ende der Vertreibungspolitik!

Deshalb wollen wir am 10.09.2026, dem Vorabend des Tags der Wohnungslosen, gemeinsam mit euch laut werden. Kommt vorbei und seid sichtbar!

Kundgebung & Konzert mit Dirty Feetz, Waifish & Die Ausreden, Pamukkale/Görlitzer Park, 17-21 Uhr

Eine Veranstaltung von Gangway e.V., unterstützt durch Jara, den paritätischen Landesverband Berlin & den AK WohnungsnotUhr

Sep.
14
Mo.
Policing Görlitzer Park
14.09. um 19:00 — 21:00 Uhr

Eine raumtheoretische Auseinandersetzung mit Wohnungslosigkeit und der Polizei
Im Görlitzer Park und den umliegenden Kiezen werden unterschiedliche Raumvorstellungen ausgehandelt, sicherheitspolitische Kontrollmaßnahmen stehen dabei im Konflikt mit sozialen Fragen. Die Novellierung des ASOG, der Ausbau von Überwachungsmaßnahmen und die Erweiterung von Polizeibefugnissen wirken sich insbesondere an sogenannten „kriminalitätsbelasteten Orten“ wie dem Görli und dem Wrangelkiez aus. Besonders betroffen sind von Wohnungslosigkeit betroffene Menschen und die Nutzung sozialer Infrastrukturen im Kiez. Für unsere Masterarbeit im Architekturstudium an der TU Berlin haben wir Gespräche mit Menschen im Kiez geführt und uns raumtheoretisch mit diesen Spannungen auseinandergesetzt. 
Wir freuen uns, euch am 14.09.26 ab 19 Uhr im Kiezanker 36 unsere Ergebnisse vorzustellen und mit euch zu diskutieren. 
Hinweis: Der Zugang zum Kiezanker ist aufgrund von Bauarbeiten derzeit nur über die Falckensteinstr. 40 möglich!

Sep.
15
Di.
Update Görli
15.09. um 18:00 — 20:00 Uhr

Update Görli – Entwürfe für die Zukunft unseres Parks, Masterstudent*innen der TU im Studiengang Landschaftsarchitektur stellen ihre Ideen vor, Begegnungsstätte Falckensteinstraße 6, 18 Uhr

Sep.
18
Fr.
Konzept statt Zaun
18.09. um 19:00 — 21:00 Uhr

Konzept statt Zaun – Zum praktischen Umgang mit sozialen Konflikten rund um den Görlitzer Park. 

Seit Jahren wird über den Görlitzer Park diskutiert – meist mit einem eindimensionalen Blick durch die Brille von Kriminalität und Sicherheit. Doch wer den Görlitzer Park nur so betrachtet, sieht auch nur einen Ausschnitt. Der „Görli“ ist zugleich Spiel- und Sportstätte, Rückzugsort, Treffpunkt, Lebensraum, Verkehrsweg. Er ist Konfliktzone und Kiezpark in einem – ein Spiegel der sozialen Realität, nicht das medial vorherrschende Schwarz-Weiß-Bild.
Mit dem deutlichen Anstieg des Kokainkonsums während der Covid19-Pandemie (Stichwort Crack), haben sich die Lage und die Spannungen im Park und in den Kiezen um den Görlitzer Park verschärft. Nicht nur hier, sondern berlin- und bundesweit stoßen selbst erfahrene Expert*innen der niedrigschwelligen Arbeit mit obdachlosen und drogengebrauchenden Menschen zunehmend an ihre Grenzen. Das spüren auch Anwohner*innen, Besucher*innen und Gewerbetreibende: Die Verunsicherung wächst.
Klar ist: Ein „Weiter so“ reicht nicht. Es braucht neue, mutige Wege, die Sicherheitsgefühl, soziale Verantwortung und urbane Lebensrealitäten zusammendenken – statt sie gegeneinander auszuspielen.
Wir haben als Bündnis Görli zaunfrei festgestellt, dass es deutliche Lücken in der Versorgung gibt. Deshalb haben wir ein Konzept nicht nur für soziale Konflikte am Görlitzer Park erarbeitet. Daran beteiligt waren vor allem soziale Träger aus dem Bündnis Görli zaunfrei, aber wir haben in dem Konzept-Prozess auch eine Beteiligungsveranstaltung mit mehr als 70 Anwohner*innen und Vertreter*innen von Trägern sozialer Angebote rund um den Görli durchgeführt.
Heute präsentieren wir euch die Ergebnisse und wollen uns dazu austauschen.
Die Veranstaltung findet am 18.09.2026 von 19:00 bis 21:00 Uhr im CoLab im Görlitzer Park statt. Einlass ist ab 18:30 Uhr.

Sep.
23
Mi.

Mittwoch, 23. September, 19-21 Uhr, Kottbusser Tor

(english below)

Der CDU-SPD-Senat baut den präventiven Überwachungsstaat aus und plant, den Kotti mit Kameras zu filmen und das Verhalten mittels einer Software in Echtzeit zu überprüfen. Damit soll unerwünschtem Verhalten und Kriminalität begegnet werden.
Mit der gleichen Argumentation wurde vor drei Jahren die Polizeiwache am Kotti eingerichtet und weil das nicht funktioniert hat, kommt jetzt noch mehr Überwachung, Kontrolle und Repression dazu – eine verrückte Logik!
Soziale Konflikte bestehen zweifelsohne und die Berliner Crack-Studie hat kürzlich klipp und klar gesagt, dass Repression nicht funktioniert und nur zu einer Verlagerung führt. Es bräuchte stattdessen nachhaltige Lösungen: soziale Lösungen für soziale Konflikte. Denn Kriminalität bekämpft man am besten, wenn man die Ursachen für Obdachlosigkeit und Armut bekämpft und nicht irgendwelche Scheindebatten um Sicherheit führt, die man zuvor mittels rassistischer Diskurse selbst befeuert hat.
Am Kotti soll zunächst eine Testphase stattfinden und wenn der Test erfolgreich ist, sollen in 2027 auch andere „kriminalitätsbelastete Orte“ wie z. B. der Görlitzer Park folgen.
Wir lehnen dieses Konzept der Massenüberwachung ab. Es heißt zwar, dass diese sogenannte „künstliche Intelligenz“ anonym arbeite und keine Gesichter zu erkennen seien, aber wir wissen, dass diese Technik nicht intelligent ist, sondern  nur Wahrscheinlichkeiten berechnet, dabei z. B. rassistische (u.a.) Stereotype reproduziert und darüber hinaus höchst fehleranfällig ist.
Fast alle Anwohner*innen wünschen sich eine Verbesserung der Situation vor Ort, aber sowohl am Kotti als auch rund um den Görlitzer Park haben wir gemerkt, dass immer mehr Polizei, Kontrolle, Überwachung, Waffenverbotszonen, polizeiliche Sonderrechtszonen (kbOs), Zäune und nächtliche Schließungen die Situation nicht verändern, weil sie am Problem vorbei gehen. Auch Kamera- und Verhaltensüberwachung wird nicht funktionieren, sondern nur unsere Freiheitsrechte einschränken und weitere Millionen kosten, die an anderer Stelle sinnvoller eingesetzt wären.
In Zeiten mit starken rechtspopulistischen und rechtsextremen politischen Strömungen, in denen ein Wiederaufleben neofaschistischer Ideen gar nicht mehr so unwahrscheinlich oder weit entfernt erscheinen, werden Überwachungstechniken ohne mit der Wimper zu zucken eingesetzt und genutzt. Diese Maßnahmen komplexer (totalitärer?) Überwachung und Kontrolle sind aber nicht nur deshalb, sondern prinzipiell brandgefährlich!
Wir brauchen weder noch mehr Racial Profiling durch vorurteilsbelastete Technologie noch wollen wir als Versuchskaninchen in einem KI-Experiment herhalten. Wir wollen die Millionen für soziale Projekte, Jugendarbeit und Suchthilfe, für Housing First und eine Unterstützung der Nachbarschaft.
Stoppen wir den Ausbau des Überwachungsstaates. Für unsere Freiheits- und Bürgerrechte und soziale Sicherheit!

Soziale Lösungen für soziale Konflikte!
… und der Görli bleibt auf!

Demonstration: Massenüberwachung & „KI“-Kameras stoppen! 23. September 2026, 19 Uhr Kottbusser Tor

English:

Stop mass surveillance & AI cameras!
Social solutions for social conflicts!
The CDU-SPD Senate is expanding the preventive surveillance state and plans to monitor Kotti with cameras and analyze behavior in real time using software. This is intended to counter unwanted behavior and crime.
Using the exact same reasoning, the police station at Kotti was established three years ago, and because that didn’t work, even more surveillance, control, and repression are now being added—a crazy logic!
Social conflicts undoubtedly exist, and the Berlin Crack Study recently stated clearly and unequivocally that repression does not work and only leads to displacement. Instead, sustainable solutions are needed: social solutions for social conflicts. After all, the best way to fight crime is to fight the root causes of homelessness and poverty, rather than engaging in sham security debates that were previously stoked through racist discourse.
A test phase is set to take place at Kotti first, and if successful, other „crime-ridden locations“ such as Görlitzer Park are slated to follow in 2027.
We reject this concept of mass surveillance. Although it is claimed that this so-called „artificial intelligence“ operates anonymously and does not recognize faces, we know that this technology is not intelligent; it merely calculates probabilities, reproduces racist (among other!) stereotypes, and is highly error-prone.
Almost all residents want to see an improvement in the local situation. However, both at Kotti and around Görlitzer Park, we have noticed that more and more police, control, surveillance, weapon-free zones, special police zones (kbOs), fences, and nightly closures do not change the situation because they miss the actual problem. Camera and behavioral surveillance will not work either—it will only restrict our civil liberties and cost millions more that could be spent more sensibly elsewhere.
In times of strong right-wing populist and right-wing extremist political currents, where a resurgence of neo-fascist ideas no longer seems so unlikely or far off, surveillance technologies are being deployed and used without batting an eye. These measures of complex (totalitarian?) surveillance and control are extremely dangerous—not only for that reason, but in principle!
We neither need even more racial profiling by biased technology, nor do we want to serve as guinea pigs in an AI experiment. Instead we want to use the four million for social projects, youth work, and addiction support, for Housing First, and for community support.
Let’s stop the expansion of the surveillance state. For more civil rights, liberties, and social security!

Social solutions for social conflicts!
… and Görli stays open!

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